Martin Luther

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Geschichte/ Religion                  

17 vor und 17 nach - sind dem Luther seine Tach

Gemeint sind hier die wichtigsten Daten aus Luthers Leben.

1483 Geburt,
1517 Thesenanschlag und noch einmal 17 Jahr' - die Bibel ist auf Deutsch jetzt da (1534)



weitere Informationen zum Thema

Martin Luther (ursprünglicher Nachname war übrigens Luder; * 10. November 1483 in Eisleben, † 18. Februar 1546 ebenda) war der theologische Urheber und Lehrer der Reformation.

 

Das hätte sich das einstige Mönchlein wohl nicht träumen lassen, dass es einmal die Welt so radikal verändern würde.


Seine 95 Thesen haben das Denken der Menschen, nicht nur in Deutschland absolut beeinflusst und verändert.


Übrigens hat es den Thesenanschlag an der Kirchentür wohl so nicht gegeben.

Unter dem 31.10.1517 hat er jedenfalls einen Brief an seinen kirchlichen Vorgesetzen geschrieben.

Eben diese 95 Thesen.

Die Fama macht dann natürlich viel mehr daraus. Warum auch nicht?

In der Schweiz gab es zur selben Zeit die Herren Calvin und Zwingli, die dort den Reformatismus in einer anderen Ausprägung beförderten.

Luthers Werk führte ihn zum Reichtag nach Worms und ließ ihn bekennen:

"Hier stehe ich, ich kann nicht anders."

Neben der Bibelübersetzung verfasste Luther noch viele Traktate und Schriften, die den Meinungsstreit der damaligen Zeit massiv beeinflussten.

Kraftvoll sein "Ein feste Burg ist unser Gott..."

Da der Kaiser sich der Katholischen Kirche gegenüber verpflichtet fühlte und Luther doch lieber auf dem Scheiterhaufen gesehen hätte, wurde Luther als Junker Jörg auf der Wartburg bei Eisenach versteckt.

Hier entstand dann das Neue Testament in deutscher Sprache.

Die Spaltung der Katholischen Kirche führte fast 100 Jahre später zum 30-jährigen Krieg, zu dem grausamsten Gemetzel auf deutschem Boden.

("Simplizissismus" von Grimmelshausen)

Von den Folgen dieses Krieges wird sich das "Heilige Römische Reich Deutscher Nation" erst rund 100 Jahre später in etwa erholt haben.

Es gibt dazu sehr akribische Untersuchungen zur Produktionsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft und des Handwerks.

Diese Untersuchung stammt übrigens von Friedrich Engels.

In Folge des Westfälischen Friedens wurden die Schweiz und die Niederlande vollkommen vom Reich unabhängig.

Eine andere Folge war, dass ab diesem Zeitpunkt jeder Landesherr für seine Untertanen festlegen konnte, in welcher Form diese Gott anzubeten hätten.

Da gab es ja dann einige Möglichkeiten.

Das bleibende Verdienst Luthers, über alles Trennende hinaus, wird wohl vor allem die Übersetzung der Bibel aus dem Lateinischen ins damalige Kanzlei- Sächsisch gewesen sein.

Sachsen war in dieser Zeit des "Reiches Silberbergwerk" und damit unwahrscheinlich reich und Sachsen/ sächsisch anerkannt und bewundert. :)

Wir Deutschen fanden mit der Lutherbibel endlich eine Grundlage für unsere heutige Muttersprache.

Bis dahin schrieb jeder Schreiber, so er nicht sowieso in Latein schrieb, im Dialekt seiner Heimat.

Eine einheitliche Sprache beförderte das Zusammengehörigkeitsgefühl der Deutschen und damit die Herausbildung des Nationalstaates.

In Frankreich und England, in Spanien und Portugal hatte es diese zu diesem Zeitpunkt diese Entwicklung bereits gegeben.

Wir Deutschen waren "etwas" langsamer und konnten erst 1871 die von vielen Menschen ersehnte Reichseinigung herbeiführen.


Weitere Quellen zum Thema

Martin Luther (gefunden bei Wikipedia)
Ein feste Burg ist unser Gott... (gefunden bei luther.de)

 

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