| Untergang des (West-) römischen Reiches | ||
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476 - mit Rom ist es ex (sprich: vier, sieben, sechs- mit Rom ist es ex) 476- Ende des weströmischen Reiches
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Haben wir in einem anderen Newsletter die Geburt der Stadt Rom zum Thema, sind wir jetzt beim Ende derselben angekommen. Zu den Ursachen des Unterganges des Weströmischen Reiches gab es in allen seitdem vergangenen Jahrhunderten die unterschiedlichsten Hypothesen.
Mal war das Christentum schuld, mal die Dekadenz und die Germanen sowieso. Die Gefahr der Dekadenz, also der Zunahme der Verkommenheit des Volkes von Rom hatte ja bereits Caesar erkannt. Wer an das Buch herankommt und es sich zumuten will (und vor allem sich zumuten kann), dem sei Oswald Spengler` s "Untergang des Abendlandes" empfohlen. Dieser Autor vertrat vor rund 100 Jahren die These, dass bestehende Reiche wachsen, gedeihen und dann untergehen. Dabei spiele dann Dekadenz (was sind Gladiatorenspiele sonst) und die moralische Verkommenheit der Elite des Landes eine große und wichtige Rolle. Wie auch immer, nach den Teilungen Rom` s in Ost- und in Westrom und den ewigen und ständigen Bürgerkriegen wurden die weströmischen Lande durch unaufhaltsame Eroberungswellen der germanischen Stämme aus dem Norden zermürbt. Westrom hatte einfach nicht mehr die Kraft zur Abwehr und wurde dann schließlich vollständig erobert. Fakt ist, dass Westrom nicht mehr in der ökonomischen Lage war, gegen alle seine Feinde gleichzeitig militärisch zu siegen. Es war auch nicht mehr in der Lage, genügend Soldaten zu stellen, die an den Grenzen des Landes, die ständig anwachsenden Feindesscharen abzuwehren. Ursprünglich galt in Rom die allgemeine Wehrpflicht, und der Soldat als anerkannter Bürger. Später dann waren es nur noch Söldner, die für Geld kämpften und der "gemeine" Römer dachte, sich damit von der umgebenden und feindlichen Welt freigekauft zu haben. Der Beruf des Soldaten galt dann auch nicht mehr für ehrenhaft. Natürlich waren die verschiedenen Germanenstämme letzten Endes dann "Schuld" daran, den endgültigen "Sargnagel" in die Historie von Westrom eingeschlagen zu haben. Diese Stämme (Goten, Vandalen, Franken) und ihre Anführer wollten nur eines: Beute, Land und Ruhm- das was alle Eroberer wollen. Odoaker und Theoderich (der Dietrich von Bern aus der Sage) leuchten als Heldengestalten aus diesen fernen Tagen bis zu uns. Das Nibelungenlied soll hier an dieser Stelle nicht unerwähnt sein. Der Germane Odoaker setzt Romulus Augustulus ab und erklärt sich selbst zum Rex Italiae. Interessant ist schon der Name des Römers: Romulus Augustulus- also: das kleine KaiserleinTrotz seines militärischen Unterganges lebt Rom bis heute in uns weiter. Seine Kultur, seine Sprache- überhaupt sehr viel seines Erfahrungsschatzes und Denkens ist auf uns heute Lebenden übergekommen.
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